Sichtbarkeit des Hundes auf der Drückjagd
Die Drückjagdsaison steht vor der Türe, viele Hundeführer und natürlich auch die Hunde fiebern dem Beginn der großen Bewegungsjagden entgegen. Für viele engagierte Hundeführer stellt sich im Vorfeld die Frage, wie sie ihren vierbeinigen Jagdkameraden auf der Jagd so kennzeichnen, dass ihn die Mitjäger optisch gut wahrnehmen können. Was für den Jäger mittlerweile auf der Bewegungsjagd ein Muss ist- nämlich eine Jacke in Warnfarbe- kann auch zur Sicherheit des Hundes beitragen: In Form einer Warnweste oder Warnhalsung.


Vorbehalte gegenüber Warnwesten
Man hört immer wieder Stimmen, die die Warnwesten und -halsungen mit dem Argument des „Hängenbleibens“ ablehnen. Wir jagen nun seit einigen Jahren mit unseren Wachtelhunden und haben weder einen solchen Fall selbst erlebt, noch waren wir bei einer Jagd, wo dies passiert ist. Das Risiko ist wohl minimal und wird von dem Aspekt der guten Sichtbarkeit und auch guten Unterscheidbarkeit des Hundes vom Wild mehr als aufgewogen.
Bewährte Signalwesten für den Jagdeinsatz
Bei den Signalwesten haben sich Modelle bewährt, die den Brustkorb komplett umschließen, da diese auch im dichten Gestrüpp nicht verloren gehen. Westen in „Mantelform“, die von einem Gummiring am Hals und mittels Schließe um den Bauch des Hundes gehalten werden, mögen zwar im Feld gute Dienste leisten, bei der Waldjagd im dichten Gestrüpp hat man jedoch nur kurz Freude an diesen Westen. Zusätzlich ist die Sichtbarkeit von vorne sehr beschränkt, da diese Westen nicht um die Brust reichen.


Die Hundeweste Holstein
Ein weiteres, sehr robustes Modell ist die Hundeweste Holstein. Diese signalorange Weste besteht aus einem sehr stabilen Cordura-Gewebe und ist in drei verschiedenen Ausführungen erhältlich. Zum einen als Standardweste, darüber hinaus jedoch in einer Version mit einer kleinen Seitentasche für GPS-Datenlogger und in einer dritten Version mit einer großen Rückentasche, die GPS-Sender von Hundeortungsgeräten aufnehmen kann. Das Material ist äußerst strapazierfähig. Auch diese Weste lässt sich dank der Klettverschlüsse sehr gut an den Hund anpassen. Durch die großen Flächen an den Flanken und den Latz an der Brust des Hundes ist eine gute Sichtbarkeit gegeben. Einziges Manko der Weste Holstein ist die orange-rote Signalfarbe. Von Jägern mit Rot-Grün-Schwäche oder sogar -blindheit ist diese Weste sehr schwer zu sehen. Der Reflektorstreifen bleibt jedoch gut sichtbar. Die Westen beider Hersteller lassen sich in der Waschmaschine bei 30°C waschen. Dabei sollte man die Klettverschlüsse schließen, da sich sonst ein „Westenknäuel“ bildet.


Warnhalsungen als Alternative zur Weste
Eine weitere Möglichkeit, den Hund auf der Jagd besser sichtbar zu machen, stellen Warnhalsungen dar. Neben der klassischen Variante sehr beliebt sind sogenannte „Schwedenhalsungen“, die zusätzlich über Signalfahnen an der Halsung verfügen, die den Hund auch von Vorne gut sichtbar machen. Beide Halsungsarten werden in sehr guter Qualität von der deutschen Firma Zantek hergestellt. Neben der Signalwirkung wird die Halsung auch gerne verwendet, um Namen und Telefonnummer des Hundeführers zu vermerken. Bei der Niggeloh-Signalhalsung ist hierfür extra ein Klarsichtfenster mit Folieneinschub aufgenäht. Ein wasserfester Stift gehört ebenfalls zum Lieferumfang.
