Ausbildung eines Stöberhundes

Stöbern bedeutet weit mehr, als den Hund zu schnallen und jagen zu lassen. 

Dieser Artikel soll Ihnen zeigen, wie man einen jungen Stöberhundwelpen zum firmen Waldgebrauchshund ausbildet.

Stöberhund hinter erlegten Wildscheinen und Rehen Laufwege von Wachtelhunden bei einer Stöberjagd

Die Ausbildung und Führung eines Stöberhundes ist nicht damit getan, dass man ihn „losmacht“, und er wie ein Wilder durch den Wald rennt. Ganz im Gegenteil: Der Hund soll sich im Jagdbetrieb zu einem echten und zuverlässigen Helfer entwickeln. Dazu muss der Hundeführer – wie bei jedem anderen Jagdgebrauchshund – einiges an Zeit investieren.
Der ideale Stöberhund nimmt nach dem Schnallen sofort die Dickung an und sucht diese gründlich ab. Auch in wildärmeren Revieren soll er dabei möglichst schnell und zuverlässig Wild finden und auf die Läufe bringen. So weit, so gut.

Zunächst setzt dies ein hohes Maß an Selbstständigkeit voraus. Im Gegensatz zu Hunden, die im Treiben geführt werden, gibt der Hundeführer des solo jagenden Hundes weder die Richtung, noch die Systematik der Arbeit vor. Gefundenes Wild soll laut jagend verfolgt und dabei vor die Schützen gebracht werden. Der Laut zeigt nicht nur dem Jäger, dass der Vierläufer Wild jagt, sondern gibt dem Wild gleichzeitig die Möglichkeit, einzuschätzen, wo sich in etwa der Hund befindet. Er taucht nicht überraschend auf, und das Wild kommt relativ ruhig vor dem Hund. Es sichert regelmäßig, was den Schützen gute Chancen für einen waidgerechten Schuss bietet. Reiner Sichtlaut ist nicht ausreichend. Man mag darüber streiten, wie alt die Fährten sein sollten, auf denen der Hund noch anhaltend Laut gibt. Optimal ist es in meinen Augen, wenn der Stöberhund auf Fährten mit einem Alter von mehr als etwa einer halben Stunde nur noch sehr aussetzend beziehungsweise gar nicht mehr laut ist.

Ein Stöberhund muss ebenfalls über eine gute Portion Wildschärfe verfügen. Krankes Wild soll er anhaltend stellen und gegebenenfalls niederziehen.

Trotz seines hohen Grades an Selbstständigkeit, sollte der Stöberhund aber immer mit und vor allem auch für seinen Führer jagen. Dies bedeutet, dass er neben einem guten Orientierungssinn vor allem auch zurückkommen will. Er sollte in räumlicher Anlehnung um den Stand seines Führers jagen. Die meisten Hunde, die regelmäßig am Ende der Jagd nicht bei ihrem Führer sind, haben keine Orientierungsschwierigkeiten, sondern schlichtweg nur gelernt, dass sie nicht zurückzukehren brauchen.

Für alle diese optimalen Eigenschaften eines vom Stand geschnallten Stöberhundes ist zunächst natürlich die genetische Disposition entscheidend. Die wichtigsten sind Finderwille, Selbstständigkeit, Spurlaut, Wildschärfe und ein guter Orientierungssinn. Jeder Welpe bringt etwas mehr von dem einen oder dem anderen mit, wenige auch sehr viel von allem. Aber wie bei jedem Jagdgebrauchshund müssen diese Anlagen in die richtigen Bahnen gelenkt, das heißt gefördert werden. Die Genetik ist in den meisten Fällen nicht der limitierende Faktor, sondern die Förderung durch den Führer. Es ist in diesem Zusammenhang stets interessant zu beobachten, dass bestimmte Führer immer sehr gute Hunde haben, andere hingegen immer Problemhunde. Mit unter auch immer wieder mit den gleichen Fehlern, auch wenn die Hunde aus ganz unterschiedlichen Linien stammen.

Insgesamt sind die einzelnen Anlagen natürlich unterschiedlich stark beeinflussbar, beziehungsweise unterschiedlich stark genetisch fixiert. Der Spurlaut ist zum Beispiel kaum zu beeinflussen, das sichere Zurückkommen des Stöberhundes hingegen schon.

Kommt ein Stöberhundwelpe mit acht Wochen zu seinem neuen Führer, ändert sich sein Leben dramatisch: der Verlust der gewohnten Umgebung, der Mutter und der vertrauten Geschwister. Diese Trennung ist gleichzeitig aber enorm wichtig für seine Entwicklung zu einem Stöberhund mit enger Führerbindung. Schließlich soll er später mit und für seinen Herrn jagen. Nach einigen Tagen der Eingewöhnung kann man bereits kleine Futterschleppen ziehen. Dabei wird zum Beispiel ein Stück Pansen etwa zehn Meter über den Boden geschleppt und am Ende der Futternapf mit Pansenstücken oder einer anderen Leckerei platziert.

Wachtelhund-Welpe arbeitet Futterschleppe Der Hundeführer übt mit seinem Stöberhund auf der Futterschleppe

Bei Schwierigkeiten wird der Welpe natürlich unterstützt. Schritt für Schritt lernt er, seine Nase einzusetzen und mit ihrer Hilfe Erfolg zu haben. Die meisten Welpen haben das bereits sehr schnell raus, sodass die Distanz schrittweise bis auf mehrere hundert Meter erhöht werden kann. Von Anfang an nehme ich den Welpen möglichst überall mit hin. Natürlich ist das nicht immer machbar, und der Hund sollte gleichzeitig auch lernen, gewisse Zeiträume allein zu sein. Er muss von Beginn an meinen Alltag kennenlernen und sich diesem anpassen. Je mehr in der Jugend der „Speicher“ des Welpen bespielt wird, desto weniger kann ihn später erschüttern. Und desto unproblematischer verhält er sich im alltäglichen Leben.

Ab einem Alter von circa drei bis vier Monaten fange ich an, den Welpen meine Spuren arbeiten zu lassen. Dabei verbleibt eine weitere Person mit dem Hund in Deckung, während ich los laufe. Bin ich am Ziel, verstecke ich mich in der Deckung. Der Welpe wird angesetzt und beginnt die Führerfährte auszuarbeiten. Hat er seinen Herrn gefunden, wird er selbstverständlich gelobt und ausgiebig abgeliebelt. Nach ein bis zwei sauberen Übungen kann die Distanz allmählich gesteigert werden. Nicht nur die Bindung, wird dadurch gefördert. So lernt der Hund auch, seinen Führer über die Nase zu finden.
Generell sollte dem Stöberhundwelpen bereits sehr früh die Möglichkeit gegeben werden, Fährten und Spuren zu verfolgen. Gerade im Hinblick auf die Jugendprüfung beim Wachtelhund (JP) sind die Hasenspuren sehr wichtig. Diese mache ich ausschließlich im Feld. Am einfachsten und für das Revier am störungsärmsten ist der frühe Morgen. Hat man während einer Revierfahrt einen Hasen entdeckt, wartet man, bis dieser außer Sicht ist und setzt den Jungspund kurz hinter der noch warmen Sasse an. Ab welchem Alter der junge Stöberhund laut jagt ist individuell recht unterschiedlich. Bei den meisten Wachtelhunden aber bricht der sichere Spurlaut spätestens im Alter von vier bis sechs Monaten durch. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn zum ersten Mal der glockenklare Laut des jungen Hundes erklingt.

Um die selbstständige Suche des jungen Stöberhundes zu fördern, braucht es mitunter sehr viel Geduld. Dabei muss man dem jungen Vierläufer die Zeit lassen, die er benötigt. Im Gegensatz zum Apportieren kann man das Stöbern und das „sich vom- Führer-lösen“ niemals mit Druck erreichen. Druck und Zwang erzeugen häufig genau das Gegenteil: Der Hund jagt kürzer.
Bei meinem Wachtelhund „Krümel“ habe ich mich ganz einfach in den Wald gesetzt und den kleinen Racker ganz in Ruhe gelassen. Anfänglich klebte „Krümel“ förmlich an mir als Führer und blieb wie angeleint im unmittelbaren Nahbereich.

Hundeführer übt mit Jagdhund das Stöbern Junger Wachtelhund beginnt zu stöbern

Mehr und mehr begann der junge Wachtel immer interessierter, die weitere Umgebung zu erkunden. Die Kreise wurden immer größer. Bewusst habe ich dabei meinen Platz nicht verlassen,
um den Hund nicht abzulenken. Auch dabei ist die Entwicklung von Hund zu Hund sehr unterschiedlich. Es gibt Vierläufer, die mit fünf Monaten bereits ausgiebig lauthals stöbern und sich weit vom Führer lösen. Mitunter sind sie sogar 20 Minuten oder länger unterwegs. Andere kleben mit sieben Monaten noch immer und entfernen sich nicht weiter als 60 Schritt. Es ist erstaunlich: Je mehr sich der Hundeführer darüber Gedanken macht, wann der Hund denn nun endlich stöbert, desto mehr wird der Vierläufer diesen Druck und die Gemütslage seines Führers spüren und noch deutlich kürzer jagen. Hunde, die wiederum einen sehr starken „Drang nach vorne“ zeigen, muss man bremsen, damit sie nicht aus der Hand geraten. Peinlich genau ist dabei auf den Gehorsam zu achten. Gegebenenfalls muss bei solchen Kandidaten auch richtig Druck ausgeübt werden. Niemals sollten solche Stöberübungen unter Zeitdruck absolviert werden. Jagt der Hund einmal, muss er lernen, von alleine zurückzukommen. Fängt man ihn ein, lernt er, dass dies viel bequemer ist. Insofern verbietet sich auch das Üben in der Nähe von Straßen oder gar in der Nähe von frequentierten Wegen, wo sich der junge Hund eventuell Spaziergängern anschließen könnte. Um die Stöberleistung des eigenen Hundes einschätzen und beurteilen zu können, empfiehlt es sich, dem Vierläufer ein GPS-Hundeortungsgerät anzulegen. Solange der Junghund sich nicht weiter als 50 Meter entfernt, bedarf es dieser Technik nicht. Jagt er aber schon 25 Minuten, wird es, je nach Gelände,
mitunter schwer einzuschätzen, wie weit er weg war und ob er systematisch gearbeitet hat. Auch seine Art zurückzukommen – auf direktem Weg oder durch Bogenschlagen – offenbart uns ein solches Gerät in Echtzeit.

Hundeführer zeigt das Garmin Astro 220 Laufwege eines Stöberhundes im Rahmen einer Drückjagd

Kommt der Hund zurück, wird er immer gelobt und abgeliebelt. Ein kleiner Belohnungshappen darf dabei selbstverständlich nicht fehlen.

Für den jungen Jäger muss es stets angenehm sein, bei seinem Herrn vorbeizuschauen. Ein sehr sensibler Moment ist dabei das Anleinen. Hat der Hund den Bogen raus, dass er sofort angehalst wird, wenn er zurückkehrt, kann dies dazu führen, dass er beim nächsten Mal einen Bogen um den Stand seines Führers macht. Gestraft werden darf er beim Zurückkommen jedenfalls nie. Egal wie schwer dies manchmal fallen mag, wenn sich der Vierläufer einfach unerlaubt abgesetzt hat. Die Strafe führt nämlich dazu, dass er beim nächsten Mal noch länger wegbleibt. Der Hund hat die Strafe mit dem Zurückkehren verknüpft.

Zum Ansitz kann der Hund ebenfalls bereits mit vier bis fünf Monaten mitgenommen werden. Dort lernt er, sich ruhig zu verhalten.

Wachtelhund im Wald Hundewelpe macht Down

Es ist eine sehr gute Übung für die Standruhe. Nichts schlimmeres gibt es, als Hunde die beim Anblick von Wild sofort „Freudengesänge“ anstimmen. Gerade bei einem Stöberhund, der sich vorm Schnallen unter dem Drückjagdbock seines Führers aufhält, ist die Standruhe von großer Bedeutung. Früher habe ich persönlich zu wenig darauf geachtet und es später bitter bereut. Wenn man den Stöberhund mit auf den Ansitz nimmt, macht er dort bereits die ersten passiven Beuteerfahrungen. Hat sein Führer etwas erlegt, darf der Hund das Stück natürlich suchen. Auch dies stärkt die Bindung zwischen Hund und Führer. Bei meinen eigenen Vierläufern habe ich während dieser ersten Beutekontakte genau darauf geachtet, dass sie nicht anschneiden. Die Inbesitznahme ist in Ordnung. Alles aber, was darüber hinausgeht, unterbinde ich mit einem scharfen „Pfui“ und entsprechenden Sanktionen. Jeder Hundeführer sollte diese Situationen immer wieder einmal bewusst provozieren, um korrigierend einwirken zu können. So festigt sich das erwünschte Verhalten beim Hund sehr schnell.

Immer wieder hört man die Meinung, dass es vorteilhaft sei, wenn ein jüngerer Hund von einem älteren, erfahrenen Artgenossen lernen kann. Im Grunde ist das auch richtig. Allerdings ist es im Falle des Stöberhundes häufig so, dass der Junghund dabei selten etwas Gutes annimmt. Deshalb sollte man es tunlichst vermeiden, den jungen und den alten Vierläufer zusammen zu schnallen. Zu groß ist dann die Gefahr, dass sich der Junge an die Fersen seines Zwingergenossen heftet und dabei nur lernt, diesem kläffend nachzurennen. Ein weiteres Problem ist, dass die Hunde gemeinsam in aller Regel deutlich weiter jagen und eher ihr „eigenes Ding“ machen. Es gibt eine Ausnahme, bei der es wirklich sinnvoll sein kann, beide Hunde zusammen arbeiten zu lassen. So zum Beispiel, wenn meine ältere Wachtelhündin „Rumpel“ eine kranke Sau gestellt und gebunden hat. In dieser Situation ist es sehr nützlich, den jungen Hund beizuschnallen. Insbesondere, wenn es sich um ein schwächeres Stück wie beispielsweise einen Frischling handelt, von dem keine große Verletzungsgefahr ausgeht. Fängt man die Sau gemeinsam ab, ist ein weiterer Schritt in Richtung zuverlässiger Saujäger gemacht. Meine beiden jungen Wachtelhunde „Krümel“ und „Kiwi“ wurden durch solche Aktionen immer selbstbewusster am Schwarzwild.

Mit der Einarbeitung des jungen Stöberhundes am Schwarzwild beginne ich bereits in frühester Jugend.

Hundeführer gewöhnt Jagdhund an Schwarzwild Schon früh sollte der Jagdhundwelpe in Wildkontakt kommen

Zu Beginn werden Schleppen mit frischen Schwarten oder einem Stück Unfallwild gezogen. Ziel ist es zunächst, den Hund darauf zu prägen, dass die Schwarzwildwitterung etwas Positives bedeutet und ich es belohne, wenn er dieser Witterung folgt. Eine Pendelsau eignet sich für diesen Zweck ebenfalls hervorragend. Dazu wird eine verunfallte Sau schaukelnd in einem Holzgerüst an Schnüren aufgehängt. Und am Ende der Schleppe versteckt. Hat der junge Hund die Schleppspur bis zu diesem Ziel ausgearbeitet, kann der Hundeführer seinen Vierläufer mit dem sich bewegenden Schwarzkittel anrüden. In den meisten Fällen hängt es sehr stark vom Verhalten des Führers ab, wie gut es gelingt, den jungen Stöberhund auf Schwarzwild zu prägen. Ich versuche diese positive Verknüpfung in allen jagdlichen Lebenslagen herbeizuführen. Auch die vom Ansitz und auf der Pirsch erlegte Sau trägt mit dazu bei. Kommt der Hund im Rahmen des Stöberns an Sauen und verbellt diese, darf der Führer unter gar keinen Umständen einfach abwarten, sondern sollte den Standlaut direkt angehen, um seinen Hund zu unterstützen. In solchen Momenten muss der Hundeführer seinem Adlatus zeigen, dass er Schwarzwild jagen will. Wer selber Bammel vor den Sauen hat und am Dickungsrand verharrt bis der Hund wieder ablässt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er keinen Saujäger bekommt! Natürlich gibt es auch Hunde, die ohne solche Unterstützung zuverlässig an Schwarzwild jagen. Aber das sind Ausnahmen. Kritisch ist, wenn der junge Hund an aggressive Sauen gerät oder zu forsch agiert. Natürlich lässt sich ein Junghund mit sieben Monaten noch erheblich leichter beeindrucken. Es kann dann durchaus sein, dass er zunächst einige Zeit das Schwarzwild meidet, wenn er einmal Prügel von ihm bezogen hat. Durch positive Erlebnisse kann man das aber wieder beheben. Insgesamt überwiegen meines Erachtens die Vorteile früher Schwarzwildkontakte erheblich die Risiken. Auch Schwarzwildgatter stellen eine gute Möglichkeit für den ersten Kontakt mit Schwarzwild dar. Dort kann man den jungen Stöberer unter kontrollierten Bedingungen direkt ans Schwarzwild bringen und sein Verhalten genau beobachten.

Wachtelhund im Sauengatter

Auf größeren Jagden schnalle ich Hunde im ersten Jahr nur sehr ungern. Gerade in der ersten halben Stunde des Treibens ist je nach Wilddichte überall Geläut zu hören, was für das selbstständige Stöbern nicht unbedingt vorteilhaft ist. Der junge Hund neigt dazu, sich diesem Laut anzuschließen oder zumindest zu schauen, was dort los ist. Es gibt aber auch Stöberhunde, die bereits im Alter von zehn Monaten so gefestigt und selbstständig sind, dass dies weniger ein Problem darstellt. Man muss seinen Hund genau beobachten und sich darauf einstellen, wie weit er entwickelt ist. Besondere Obacht ist aber gegeben, wenn zu den Stöberhunden Treiber eingesetzt
werden. Nur allzu gerne schließt sich ein junger Stöberhund diesen an und begleitet sie anstatt zu seinem Führer zurück zu kommen. Ebenso kann es vorkommen, dass sich der Junghund einem Schützen anschließt und von diesem gefüttert wird. Ein bis zwei solcher Aktionen reichen bereits dafür aus, dass sich der Stöberhund diese Unart angewöhnt.
Aus diesen Gründen ziehe ich es im ersten Jahr vor, mit dem jungen Hund möglichst viel gemeinsam auf kleineren Jagden zu jagen. Dazu zählen zum Beispiel Treiben, bei denen mit ein oder zwei weiteren Jägern Kulturgatter kontrolliert oder auch kleinere Dickungen abgestellt werden. Dabei erfährt der junge Stöberer positive Beuteerlebnisse zusammen mit seinem Führer. Er lernt, dass sein Herr der Schlüssel zum „Beutemachen“ ist und er sich immer wieder an diesem orientieren muss, um erfolgreich zu sein. Im zweiten Herbst setze ich ihn dann auch auf größeren Bewegungsjagden ein. Seine Stöberanlage ist bis dahin meist schon gefestigt.

Deutscher Wachtelhund am Drückjagdbock Wachtelhund hinter vier Wildschweinen

Die Ausbildung eines solojagenden Stöberhundes ist mitunter eine Gratwanderung zwischen einem zu weit jagenden Hund, bei dem das Risiko besteht, dass er nicht zuverlässig zurück kommt und einem Hund, der zu kurz jagt und nur den Stand seines Führers wildrein hält. Beides ist unerwünscht. Und beides erfordert die Erfahrung des Führers dies zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Schlagwörter: , ,

Über Alexander Busch

Alexander Busch ist von Kindesbeinen an mit der Jagd verbunden und begleitete den Vater schon als 4-jähriger mit großer Begeisterung zum Jagen. Er führt Wachtelhunde und ist JGHV Verbandsrichter. Alexander Busch schreibt für die Jagdzeitschrift "Wild und Hund" und ist als Buchautor tätig. Sein Wissen gibt er als Referent in zahlreichen Seminaren u. a. für den Jägerlehrhof Jagdschloss Springe, BJV Landesjagdschule Wunsiedel, "Wild und Hund Aktiv", Landesjagdverband NRW, Land Rover Live und Hegeringveranstaltungen weiter.