Wie reizvoll Krähenjagd ist, kann man meist erst nachvollziehen, wenn man schon mal im Tarnschirm gesessen hat, während zehn Meter davor eine Krähe ahnungslos im Lockbild landet und anfängt, nach Fraß zu suchen. Unbestritten zählen die Rabenkrähen zum intelligentesten Wild und sind schnell in der Lage, Erlebtes in Erlerntes umzusetzen. Dies führt dann immer wieder dazu, dass Jäger begeistert berichten, wie toll es mit der Krähenjagd klappt, aber sich nach ein bis zwei Jagden kein Erfolg mehr einstellt. Die Krähen scheinen den „Braten gerochen“ zu haben und drehen bereits auf große Distanz ab. In erster Linie liegt dies an Bejagungsfehlern.
Tarnung Archiv
Tarnung im Schnee- was man beachten muss
Gerade bei Schneelagen muss die Tarnung des Jägers an die veränderten Umweltbedingungen angepasst sein. Sonst sehr effektive Tarnmuster wie Realtree APG® oder Max-4® sind auf verschneiten Feldern dem Erfolg eher abträglich, da sich der dunkel gekleidete Mensch deutlich vor dem weißen Hintergrund abzeichnet. Doch was sollte man wählen?
Gänsejagd mit dem Layout Blind

Gänse fallen zum Äsen am liebsten auf Flächen mit möglichst weiter Sicht ein. Dieses Sicherheitsbedürfnis der schlauen Vögel erschwert die Bejagung ungemein, da es auf dem freien Feld für den Jäger kaum Deckungsmöglichkeiten gibt. Eine Möglichkeit einen Schirm für die Gänsejagd zu schaffen, stellt somit das Graben von Erdlöchern auf dem Acker dar. Dies hat jedoch relativ viele Nachteile. So erfordert es z.B. einen erheblichen Arbeitseinsatz vor der Jagd. Ein weiteres Hindernis ist die notwendige Einwilligung des Flächeneigentümers. Lässt sich der Landwirt auf einem Stoppelacker vielleicht noch vom Jäger überzeugen, so wird er auf einem Rapsacker diesem Vorhaben garantiert nicht zustimmen. Eine weitere Erschwernis stellt das Abtransportieren des Aushubs dar. Zu guter letzt ist ein ganz erhebliches Problem die mangelnde Flexibilität. Die von Gänsen angenommenen Flächen wechseln häufig. Hier kann mit einem Erdloch nicht schnell und flexibel genug reagiert werden.
Aus diesen Gründen wurden vor ca. 30 Jahren in Nordamerika die sogenannten Layout Blinds entwickelt. Es handelt sich dabei um eine Art Liege, die zwischen bzw. hinter den Lockvögeln platziert wird und dem Jäger ein bequemes Warten bei vollständiger Tarnung ermöglicht. Sie besteht aus einem Metallgestell, einem Überzug aus Tarnstoff und einer gepolsterten Liegefläche.
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Gut beschirmt- fertige Tarnstände
Wir werden nicht müde es zu betonen: der Erfolg bei der Krähenjagd hängt zu großen Teilen von einer guten Tarnung und damit auch von einem guten Tarnschirm ab. Neben der Möglichkeit des Baus mit Tarngardine, Tarnnetz und Teleskopstangen gibt es einige Fertigstände auf dem Markt. Zwei erfolgreiche und hochwertige Modelle, der Field Hunter Blind sowie der Hayhouse Blind der Firma Ameristep, sollen hier näher betrachtet werden.
Gut getarnt und trotzdem beweglich – Tarnung bei der Krähenjagd
Bei der Krähenjagd ist eine gute Tarnung von entscheidender Bedeutung. Die gut äugenden und schlauen Rabenkrähen bestrafen jeden Fehler in der Tarnung, wodurch eine effekttive Bejagung ohne ausgereifte Tarnung nicht möglich ist. Gleichzeitig muss der Jäger aber beweglich genug bleiben, um sicher mit der Flinte schießen zu können. Hier muss ein Kompromiss gefunden werden, der eine gute Tarnung bei hoher Beweglichkeit bietet.
Als erstes sollte man sein Augenmerk auf den Schirm richten. Sicherlich würde ein komplett geschlossenes Tarnzelt mit kleinen Schießscharten die höchste Tarnwirkung entfalten. Hier kann der Jäger jedoch nicht mit der Flinte mitschwingen und wird somit kaum befriedigende Trefferergebnisse erzielen. Den besten Tarneffekt bei gleichzeitig hoher Beweglichkeit bietet ein nach oben offener Tarnschirm.
Wie Tarnung funktioniert – Realtree & Co.
Tarnung ist für den Jäger auf Ansitz wie auf Pirsch wichtig und kann über Erfolg oder Nichterfolg entscheiden. Das Wild verbindet mit der menschlichen Silhouette einen Beutegreifer und reagiert im Normalfall mit Flucht. Es gibt auf dem Markt mittlerweile eine große Anzahl verschiedener Tarnmuster, die sich in der Farbzusammenstellung zwar unterscheiden, ihre Wirkungsweise ist jedoch bei allen gleich.
Schirmbau leicht gemacht
Der Bau eines geeigneten Tarnschirms ist eigentlich recht einfach. Man benötigt:
- 4 Teleskopstangen mit Erdspieß
- 1 transparentes Nylontarnnetz (Meterware oder fertig abgelängt)- auch Tarngardine genannt
- 1 blickdichtes Tarnnetz (Ultraleicht-Tarnnetz, Stealth-Tarnnetz oder Tarnnetz mit Blättereffekt APG oder Max-4)
- 10-12 Klemmen, um das Tarnnetz straff an den Stangen zu befestigen.
Schirmaufbau – Schritt für Schritt:
Für einen Schirm für eine Person werden die Teleskopstangen im Abstand von 110×80 Zentimetern in den Boden gesteckt und auf ein Länge von 140 Zentimetern ausgezogen. Bei 2 Personen wird eine Breite des Schirms von mindestens 2 Metern, besser 2,20 Metern benötigt. Achten Sie darauf, die Erdspieße tief genug im Boden zu verankern und prüfen Sie vor dem Abspannen mit Tarnnetz, ob der Schirm Ihnen genügend Bewegungsfreiheit bietet.
Tarnmuster – Ein Überblick
Im Rahmen der modernen Jagdausübung, vor allem im Rahmen der Lockjagd, wird immer häufiger auf Tarnkleidung und Tarnnetze zurückgegriffen. Der Markt bietet dabei zahlreiche Muster und Farbvarianten an, wodurch häufig die Frage aufkommt, welches Muster man für die anstehende Jagd wählen solle. Um den klaren Durchblick zu gewährleisten hier ein kurzer Überblick über die gängigsten Muster und deren Einsatzbereiche.
Advantage MAX-4®
Das Tarnmuster für den Wasserwildjäger und für offenes Gelände. Die Kombination aus einer dunkelbraunen Hintergrundfarbe und im Vordergrund hellen Schilf- und Trockengrasapplikationen lassen die Konturen des Jägers auch im offenen Gelände verwischen. Das ideale Tarnmuster um in Getreidefeldern, auf Stoppelfeldern, an mit Schilf bewachsenen Gewässerläufen oder in Trockengrasflächen nahezu unsichtbar zu werden.
Realtree APG®
Das perfekte Tarnmuster für den Wald oder an Hecken, das seine Stärken vor allem im späten Frühling, Sommer und zum Herbstbeginn ausspielt. Durch ein hochentwickeltes Herstellungsverfahren ist ein sehr hohes Maß an Dreidimensionalität gewährleistet. Die in Kombination mit einigen grünen Blättern vordergründig auf leichten Braun- und Grautönen gehaltenen Baum- sowie Aststrukturen, garantieren eine perfekte Tarnung.
Tarnung bei Schnee
Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Es gibt nichts schöneres als dieses Wetter für die Jagd zu nutzen. Sei es auf die schwarzen Gesellen, den roten Freibeuter oder auch auf Schalenwild in Wald und Feld. Die normale Tarnkleidung lässt jedoch bei Schnee die Konturen des Menschen deutlich hervortreten und unterscheidet sich in ihrer Wirkung nicht von normaler Bekleidung. Deswegen ist es wichtig bei Schneelage Schneetarn zu tragen. Mit dieser verschmilzt der Jäger komplett mit seiner Umgebung. Aber sehen Sie doch einfach selbst.
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